Wärmedämmung früher
Die Eskimos halten sich selbst in den aus Eis und Schnee erbauten Iglus warm. Sie
setzten dabei auf die physikalischen Gesetze der Umwelt und erzielen eine einvernehmliche Verträglichkeit mit der
Natur, indem man die Bedingungen in denen man lebt nicht zurecht biegt, sondern respektiert. Ähnlich erging es den
Lehmbauern, die vor Hunderten von Jahren ihre Hütten lediglich aus den Rohstoffen Lehm und Stroh erstellten. Sie
versuchten nicht, die Umwelt ihren Lebensgewohnheiten gefügig zu machen, sondern arrangierten sich mit den
vorhandenen Ressourcen. Die Bauern, Eskimos und viele andere primitive Völker in der Geschichte der Menschheit
hatten und haben eines gemein: Die Forschung nach der bestmöglichen Wärmedämmung beschränkte sich auf regionale, wenn nicht sogar lokale Gegebenheiten – Man
musste nehmen, was da war.
Nachdem die Kommunikation und die daraus entstandene Weitergabe von Informationen sich in
globalen Zügen erweiterte, gelang es in den industrialisierten Ländern, die Behausungen moderner zu gestalten.
Gleichzeitig nahm man den Menschen aber die Gewohnheit, selber über die besten Möglichkeiten nachdenken zu müssen.
Ein Beispiel dafür ist die Hohlwanddämmung, eine Methode die man aus früheren Zeiten her kennt, die aber durch as
Bedürfnis nach kostengünstiger Bauweise ungenutzt blieb. Heute leben die Menschen weitgehend in
ISO-Zertifizierten und nach Normen gebauten Häusern, die nicht dem Vorteil der Bewohner dienen, sondern vor
allem dem Profit der Vermieter. Ein Haus muss nicht in erster Linie ein Dach über dem Kopf bieten, sondern viel
Geld abwerfen. Klar, dass dabei an allen möglichen Orten gespart wurde. Zum Beispiel bei der Isolation, denn
wenn der Kunde später viel zu hohe Heizkosten tragen musste, war das den Maklern vollkommen egal. Doch die
Denkweise über die unbedachte Verschwendung von Energien hat sich in der Neuzeit drastisch verbessert. In einer
Zeit, in der in den Nachrichten von der Verknappung der Rohstoffe, dem Klimawandel und von steigenden
Energiepreisen die Rede ist, werden auch die letzten Sorglosen dazu gezwungen, auch an ihrer Liegenschaft die
dringend nötigen Maßnahmen zu ergreifen, damit auch die nächste Generation in einer intakten Welt leben kann.
Wie so oft, geschieht die Evolution im Kleinen. Eskimos feilten an der Bauweise ihrer Iglus, die Lehmbauern
arbeiteten an der Dämmung, indem sie eine Art Hohlwanddämmung erfanden . Und in unserer Welt sind es
professionelle Firmen, die sich mit Isolierung und Wärmedämmung auskennen und die es verstehen, in bestehenden
Liegenschaften, aber auch in Neubauten die Geschichte aufleben zu lassen und den Menschen eine Bleibe zu
sichern, die nicht nur den regen abhält, sondern gleichzeitig die Wärme speichert, die Umwelt schont und
langfristig auch die Ressourcen im Geldbeutel.
Ein wesentlicher Unterschied zu früher ist auch, dass in der Neuzeit Maßnahmen zur
Erhaltung der Umwelt und damit Auflagen an die Energieeffizienz einer Liegenschaft in zunehmendem Maße gesetzlich
vorgeschrieben werden. Reichte in vergangenen Zeiten der gesunde Menschenverstand aus um eine ökologische Bauweise
zu wählen, kommt in der Neuzeit diese Denkweise nur zögerlich wieder zurück. Allerdings ist der Sinn für
Nachhaltigkeit erfreulicherweise nicht mehr aufzuhalten und immer mehr Hausbesitzer und Bauherren entscheiden sich
heute für eine nachhaltige Bauweise und legen dabei besonderen Wert auf Wärmedämmung und vermehrt auch auf
Hohlwanddämmung. Auch wenn der Umweltgedanke dabei wichtig ist, auch die wirtschaftliche Komponente ist nicht zu
vernachlässigen. Ein Haus mit maßgeschneiderter Isolation spart gegenüber einem in herkömmlicher Bauweise
erstellten Haus bis zu 50 Prozent der Energiekosten.
Von der Wärmedämmung früherer Zeiten, hin zur Hohlwanddämmung in der Neuzeit. Die
Geschichte von Dämmung der Wärme durch Isolation hat sich bis heute massiv weiterentwickelt, basiert aber auf
simple Erkenntnisse und Versuche aus der Zeit der Lehmbauern.
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